1. Damen: Unnötige Niederlage in Horchheim
Es war die Chance den eigenen Tabellenplatz Richtung Mittelfeld zu verschieben, aber an diesem Wochenende hat die Regionalligamannschaft aus Weiterstadt gepatzt. Im Gegensatz zum Saisonstart, wo in einzelnen Derbys trotz Spielverlust immer wieder gute Phasen zu beobachten waren, sahen die Zuschauer in der Koblenzer Sporthalle eine schwache Vorstellung der Gäste aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Das erste Viertel konnten die Weiterstädter Damen noch ausgeglichen gestalten, bis zur 8. Spielminute war man in Führung und es sah trotz auch jetzt schon schwacher Trefferquote eher nach einem Sieg der Gäste aus. Doch noch vor dem Ende des ersten Viertels war „die Luft raus“. Lustlos, fahrig und ohne Biss spielte man den Ball nach vorne, der eigene Geschwindigkeitsvorteil wurde kaum genutzt. Ab dem zweiten Viertel gesellte sich dazu ein schwaches Defenseverhalten, man war nicht richtig am Gegner dran und erlaubte den Horchheimer Gastgeberinnen immer wieder ungefährdete Würfe aus der Mitteldistanz, die größtenteils verwandelt wurden. Und egal ob Offense- oder Defenserebound, diese gingen fast alle an Horchheim.
Nach dem Halbzeitergebnis von 36:24 und einem Rückstand von 12 Punkten holte Weiterstadt dann etwas auf. Es wurde konsequenter nach vorne gespielt, und auch die ein oder andere Verteidigung oder ein Steal funktionierte mal. Man tat sich aber immer noch schwer unter dem eigenen Korb, und auch die Trefferquote beim Abschluß wurde nicht besser. So konnte Weiterstadt zwar das 3. und 4. Viertel knapp für sich verbuchen, verliert aber trotzdem gegen eine weitaus aggressivere und besser eingestellte Horchheimer Auswahl mit 68:62 Punkten.
Bei den Gastgebern war die Freude dem entsprechend groß, ebenso wie auf Weiterstädter Seite der Frust. Aber dazu muss ganz klar gesagt werden, daß sich solche Spiele eben nicht gewinnen lassen, wenn man das Thema Defense und speziell Rebound fast komplett ignoriert. Die hohe Anzahl an Ballverlusten und vergebenen Chancen lässt sich dann auch mit besserer Trefferquote schlecht kompensieren. Coach Manuel Lohnes sieht das ähnlich: „Die Feiertags- und Trainingspause hat bei uns heute voll zugeschlagen, das lässt sich nicht leugnen. Schon lange nicht mehr hat sich mein Team das Leben selber so schwer gemacht. Nun haben wir 14 Tage Zeit zur Vorbereitung auf Kassel, das werden wir intensiv nutzen.“
Für die SG Weiterstadt spielten: Henriette Busch, Jasmin Daum (2), Alessia Echarti (11, 1/2 Freiwürfe), Ronja Fink (2), Saskia Gießelbach (6, 2/6), Vanessa Poth (10, 4/6), Lydia Schuchmann (4), Joanna Semerda (12, 4/6), Tabea Stiller (15, 5 Dreier).




